Donnerstag , 21 September 2017
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Angst vor Demenz

Angst vor Demenz wächst

Laut einer Umfrage zur Folge hat in Deutschland jede zweite Person Angst, an Demenz zu erkranken. Gerade über 60-Jährige leiden vermehrt unter der Furcht vor Alzheimer sowie ähnlichen Krankheitsbildern. Diese Ergebnisse teilte die DAK-Gesundheit, welche Auftraggeberin der Umfrage war, mit.

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@ Karin Bangwa / pixelio.de

Weiterhin ergab die Studie, dass die Angst vor einer Krebserkrankung bisweilen bei den Deutschen am größten sei. In der repräsentativen Erhebung durch das Forsa-Institut konnte ermittelt werden, dass vor allem junge Menschen im Alter von 14 bis 44 die meiste Angst vor Tumoren hätten.

Hohe Anzahl an Demenz-Erkrankungen

Laut den Krankenkassen seien in Deutschland derzeit rund 1,5 Millionen Menschen an Demenz erkrankt. Die Prognose geht dahin, dass sich die Anzahl der Patienten, welche an Demenz leiden, bis zum Jahr 2050 verdoppelt. Die Leiterin des Berliner Büros der DAK-Gesundheit Eva Walzik äußert dazu, dass eben diese Vorhersage vielen Menschen Angst mache. Sie betont, welche Herausforderung es für die Politik sei, auf diese Angst zu reagieren. In ihren Augen sei die neue Pflegereform ein guter Ansatz, um die Lage der Erkrankten sowie deren Angehörige zu verbessern.

Ursache der Angst

Isabella Heuser, welche Psychsologin und Demenzforscherin an der Berliner Charité ist, äußert, dass die Angst aus dem Kontrollverlust rühre. Menschen seien so veranlagt, dass sie immer alles kontrollieren wollen würden und einen Drang haben, alles zu verstehen. Dieses Kontrollgefühl falle bei einer Demenz-Erkrankung weg. Bei einer Krebserkrankung sei dieses Gefühl nicht gegeben. Die Kontrolle bliebe erhalten.

Weitere Krankheiten in der Umfrage

Die Studie ergab zudem, dass die Angst, an Krankheiten wie Aids oder Geschlechtskrankheiten zu erkranken, deutlich niedriger ist. Etwaige Krankheiten sind lediglich auf Platz 10 der Rankings gelandet. Die Angst vor Diabetes oder einer Lungenentzündung ist dagegen schwerwiegender.

Einschätzung des eigenen Gesundheitszustandes

86 Prozent der Befragten schätzten ihren Gesundheitszustand als gut oder sogar sehr gut ein. Gerade die Bürger aus Bayern und Baden-Württemberg halten sich mit 90 % für gesund. Die Ostdeutschen waren weniger zufrieden. Rund 81 % halten sich für fit.

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