Freitag , 18 Januar 2019
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IGE-Blutwäsche – Hilfe für Neurodermitiker

IGE-Blutwäsche bei Neurodermitis

IGE Blutwäsche - die Hilfe für Neurodermitiker

IGE Blutwäsche – die Hilfe für Neurodermitiker

Bei einer Blutwäsche werden die Antikörper, die verantwortlich für die Symptome von Neurodermitis sind, aus dem Blut gewaschen. Dazu legt sich der Patient auf eine Liege, es wird ihm in jeden Arm ein Venenkatheder gelegt. Sollte diese Vene aus irgendeinem Grund nicht verwendbar sein, werden die Venen am Hals dazu genommen. Über einen Schlauch fließt das Blut in das Blutwäschegerät. Dort wird das Plasma durch Säulen geleitet, die Antikörper einer Maus enthalten. Das IGE, das im Plasma enthalten ist, wird dadurch gebunden. Man muss rechnen, dass die die IGE-Blutwäsche bei Neurodermitis pro Sitzung etwa 4 Stunden dauert. Man muss eine Woche stationär im Krankenhaus bleiben, da man 5 Tage in der Woche an das Blutwäschegerät angeschlossen wird. Nach einem Monat erfolgt der nächste Behandlungszyklus. Bei der Blutwäsche können rund 90% des IGE entfernt werden. Die IGE-Blutwäsche bei Neurodermitis wird an der Uni Klinik in Lübeck durchgeführt, Ansprechpartnerin für die Behandlung ist Frau Dr. Mook

Verbesserung bei Neurodermitis durch IGE-Blutwäsche

Patienten, die an Neurodermitis leiden und sich einer IGE-Blutwäsche unterzogen haben, berichten, dass sich die Symptome danach gebessert haben. Der Juckreiz lässt nach, daher verbessert sich auch das Hautbild. Allerdings bildet der Körper das IGE wieder schnell, sodass eine neuerliche Blutwäsche erforderlich ist. Schon nach der ersten IGE-Blutwäsche bei Neurodermitis zeigt sich das. Dieser Verbesserung der Neurodermitis kann bis zu 6 Monate nach der IGE-Blutwäsche anhalten. Das ist jedoch von Patient zu Patient unterschiedlich. Die IGE-Blutwäsche ist besonders für Patienten geeignet, die mit einer schweren Neurodermitis zu kämpfen haben. Ein weiteres Kriterium für die Behandlung ist der IGE-Wert im Blut. Liegt dieser über 750kU/ml, wird eine IGE-Blutwäsche bei Neurodermitis empfohlen. Durch eine regelmäßige Blutwäsche bekommt der Patient mehr Lebensqualität.

Wird die Blutwäsche gut vertragen und welche Risiken gibt es?

Die Blutwäsche wird gut vertragen. Läuft die Blutwäsche über die Armvenen, gibt es kaum Risiken. Ist es jedoch notwendig, dass die Kanülen an der Halsvene gesetzt werden, können Bakterien eher eindringen und eine Blutvergiftung, die mit Fieber und Schüttelfrost einhergeht, auslösen. Der Patient infiziert sich selbst, denn durch den Juckreiz kratzt er sich. Unter den Fingernägeln bleiben die Bakterien haften, fasst er sich an die Stelle, an der die Kanüle gesetzt wurde, geraten die Bakterien in das Blut. Diese Nebenwirkung wird umgangen, indem der Patient 3 Tage vor der IGE-Blutwäsche mit antibiotischen Salben behandelt wird. Diese muss er an der späteren Einstichstelle auftragen, so ist das Risiko einer Infektion weitaus geringer. Um die IGE-Blutwäsche durchführen zu lassen, muss der Patient mindestens 18 Jahre alt sein.

Über Thomas Wesser

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