Sonntag , 22 September 2019
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Die neue Pflegereform 2014

Die neue Pflegereform 2014

Die Regelung der Pflege wird reformiert. Die Vorarbeiten dazu laufen schon seit 8 Jahren, es wird neu festgelegt, wer Pflege offiziell beanspruchen kann. Es sind einige Neuerungen geplant. Bislang waren Gutachter der Krankenkassen dafür zuständig, zu prüfen, welche Arbeiten der Pflegende verrichten muss. Dazu gehören die Körperpflege, Ernährung und die Mobilität. Aufgrund des Urteils des Gutachters wurde der Patient in eine der 3 Pflegestufen eingestuft. Viele Menschen sind dabei durch das Raster gefallen. Betroffen hat es diejenigen, die den Alltag nicht mehr voll bewältigen konnten, unter psychischen Störungen litten oder Wahrnehmungsprobleme haben. Das hat auch rund 250.000 Demenzkranke betroffen.

In der neuen Pflegereform nun 5 statt 3 Pflegestufen

Früher wurde der Pflegebedarf nach Minuten gerechnet. Für die Grundpflege in der Pflegestufe 1 waren dafür 46 Minuten vorgesehen. Diese Beurteilung fällt mit der Pflegereform 2014, die Einstufung sieht die Beurteilung in insgesamt 8 Bereichen vor. Dazu gehören die geistigen Fähigkeiten, die Mobilität, die Medikamenteneinnahme sowie die Selbstversorgung und die sozialen Kontakte. Wichtig ist es zu wissen, dass nicht nur alte Menschen einen Antrag auf Pflegegeld stellen können. Jeder Bürger, der mindestens 6 Monate Hilfe braucht, zum Beispiel nach einem Unfall, kann Pflegegeld beantragen. Mit der Pflegereform 2014 wird sichergestellt, dass die Verbesserungen tatsächlich dem Pflegebedürftigen zugutekommen.

Wie wird die Pflegereform umgesetzt?

Geplant ist, dass eine Analyse bei ca. 2.000 Pflegebedürftigen in ca. 40 Heimen durchgeführt wird. Ebenfalls wird die Höhe der zukünftigen finanziellen Leistung abgeschätzt. Bei den Patienten wird das alte und neue Verfahren zur Berechnung der Leistungshöhe angewendet. Dadurch können im neuen System der Pflegereform 2014 eventuelle Schwachstellen leichter entdeckt und behoben werden. Wer bereits eine Leistung bekommt, braucht keine Sorgen zu haben, dass diese gemindert oder gar gestrichen wird. Kein Mensch sollte durch die neue Pflegereform 2014 schlechter gestellt werden. Geplant ist es auch, die Kurzzeit- Nacht- oder Tagespflege für Senioren zu ermöglichen. Für pflegende Angehörige soll ein ambulanter Dienst für eine gewisse Zeit die Pflege übernehmen, um sie zu entlasten. Ebenfalls werden die Zuschüsse für Umbauten, die ein barrierefreies Wohnen ermöglichen, erhöht.

Über Thomas Wesser

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