Donnerstag , 27 Juni 2019
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Zecken vorsichtig entfernen

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© Tamara Hoffmann / pixelio.de

Zecken sind kleine Insekten, welche sich, für das menschliche Auge kaum sichtbar, im Gras oder an Bäumen verstecken. Trotz ihrer Größe bergen sie dennoch eine große Gefahr für die Gesundheit des Menschen. Aus diesem Grund sollte man gerade nach einem Ausflug in die Natur darauf achten, dass sich keine Zecken auf dem Körper befinden oder sich gar festgebissen haben.

Gefahren nach einem Zeckenbiss

Hat sich eine Zecke erst einmal festgebissen, besteht die Gefahr an der Frühsommer-Meningoenzephalitus, kurz FSME, zu erkranken. Dies ist ein Virus, welcher das Nervensystem angreift und nachhaltig schädigt.
Es werden drei Verlaufstypen des Virus unterschieden.

  • Die harmloseste Erkrankung an FSME verläuft mit einer sommerähnlichen Grippe. Ist diese überstanden, ist das Virus bekämpft.
  • In einer zweiten Phase wird jedoch das zentrale Nervensystem angegriffen und es kommt zu hohem Fieber. Hierbei wird auch von einer Hirnhautentzündung gesprochen.
  • Im schlimmsten Fall befällt das Virus jedoch das Gehirn und das Rückenmark. Dabei kann es zu Sprach- und Bewusstseinsstörungen kommen.

Sicherlich ist eine vorbeugende Impfung in Gefahrenzonen sinnvoll, dennoch sollte eine Zecke schnellst möglich entfernt werden.

Krabbelnde Zecken entfernen

Krabbeln Zecken noch auf dem Körper besteht noch keine Gefahr, an FSME zu erkranken. Daher sollte beim Entfernen äußerste Vorsicht geboten sein. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte weist darauf hin, dass eine effektive Methode, um Zecken zu entfernen, in der Nutzung eines Klebebandes besteht.

Entfernung einer Zecke nach einem Biss

Hat sich die Zecke bereits festgebissen, muss darauf geachtet werden, dass diese vollständig entfernt wird. Am einfachsten geht dies mit einer l-förmigen Pinzette. Dennoch darf der Blutsack dabei nicht gedrückt werden, da sich in diesem der infektiöse Speichel befindet und dieser sonst in die Blutlaufbahn übertragen wird.

Vorgehen nach einem Zeckenbiss

In jedem Fall sollte der Tag, an dem der Biss entdeckt worden ist, notiert werden. Gerade bei Kindern ist dies für die Beobachtung des Verlaufs bei einer Infektion wichtig. Aber auch Erwachsene sollten die Folgen nicht verachten. Zudem sollten auf Anzeichen einer Infektion wie eine Rötung der Bissstelle oder Fieber sowie anderen Beschwerden geachtet werden. In der Regel wird das Virus FSME mit Antibiotika behandelt.

Je früher dieses erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen.

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