Freitag , 18 Januar 2019
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Wird die Masernimpfung zur Pflicht?

Seit Oktober 2014 sind in Berlin mehr als 1000 Menschen mit den Masern infiziert worden. Es ist bereits ein Kleinkind an den Folgen der Erkrankung gestorben. Auch in Thüringen und Bayern wurden vermehrt Fälle von Erkrankten gemeldet. Die Bundesregierung reagiert und droht, inspiriert von Australien, mit einer Impfpflicht gegen Masern.

Inspiration Australien

Impfen gegen Masern

Impfen gegen Masern

Um in Australien einer Verbreitung der Masern entgegen zu wirken, sollen Eltern, welche ihre Kinder nicht gegen die Masern impfen lassen, Sozialleistungen gestrichen werden. Auch Steuervergünstigungen sollen bei einem Ausbleiben der Impfung gestrichen werden. Lediglich das Aussetzen der Impfung aus religiösen oder philosophischen Gründen wurde bisher toleriert. Dies soll sich aber auch in Australien ab 2016 ändern.

Dies ist nun die Inspiration der deutschen Politik, nachdem in Berlin seit Oktober 2014 mehr als 1000 Menschen an Masern erkrankt sind.

Der Gesundheitminister Hermann Gröhe fordert einen Impfzwang.

Impfen eine Frage der Verantwortung

Gröhe ist der Meinung, dass es verantwortungslos sei, sich nicht gegen die Krankheit impfen zu lassen. Dazu erläutert der CDU-Politiker, dass jemand, der seinem Kind ohne medizinischen Grund die Impfung verweigere, nicht nur seinem eigenem Kinde schade, sondern auch anderen Kindern, welche aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können.

Präventionsgesetz

Da in Deutschland die angestrebte Durchimpfungsrate in Höhe von 95 % zur Bekämpfung der Masernausbreitung nicht erreicht wird, hat die Regierung es sich nun zur Aufgabe gemacht, ein Präventionsgesetz zu erarbeiten. Dieses soll umfassen, dass auch eine Beratung vor dem ersten Besuch in der Kita verpflichtend werden soll. Auch solle eine Abfrage des Impfstatus verbindlich eingeführt werden. Die Konsequenzen bei Nicht-Einhaltung des Gesetzes müsse allerdings in den Ländern geklärt werden. Nur diese können die Ziele des Präventionsgesetzes in den Kindertagesstätten umsetzen. Gröhe sagte dazu: “Wir werden diese Fragen sorgfältig, aber konsequent im Rahmen der jetzt anstehenden parlamentarischen Beratungen zum Präventionsgesetz debattieren und dann entscheiden.” Bayern erklärte bereits seine Zustimmung zu dem Impfpflicht-Verstoß.

Über Thomas Wesser

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