Donnerstag , 21 September 2017
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Die 5 besten Methoden zur Bekämpfung chronischer Schmerzen

Die 5 besten Methoden zur Bekämpfung chronischer Schmerzen

Laut einer Studie leiden etwa 17 Prozent der Deutschen unter wiederkehrenden oder chronischen Schmerzen. Am häufigsten berichten Patienten über bleibende oder häufige Rücken- oder Kopfschmerzen und gut ein Drittel der Betroffenen leidet unter Nervenschmerzen. Chronische Schmerzen treten oft nach Verletzungen oder Unfällen auf, aber auch verschiedene Krankheiten bringen wiederkehrende Schmerzen in bestimmten Körperregionen mit sich. Ist die Ursache bekannt, können Mediziner gezielt nach Methoden und Medikamenten suchen, um dem Patienten seine Schmerzen zu nehmen.

Leider gibt es aber auch viele Fälle, in denen keine konkrete Diagnose gestellt werden konnte und der Schmerz zu einer eigenständigen Krankheit geworden ist. Man geht davon aus, dass etwa eine Million Menschen in Deutschland mit dem Fibromyalgie-Syndrom, der Schmerzkrankheit, leben müssen. Für sie ist es besonders wichtig, einen Weg zu finden, der das Leben wieder lebenswerter werden lässt.

In diesem Beitrag sind die besten Methoden und Therapien zur Behandlung chronischer Schmerzen zusammengefasst.

7813 1Chronische Schmerzen beherrschen schnell jeden Gedanken und jegliche Lebensqualität geht damit verloren.

 

  1. Vorbeugende Maßnahmen

Chronische Schmerzen sind oft das Resultat einer ungesunden Körperhaltung im Alltag. Einseitige Beanspruchungen im Arbeitsalltag verursachen Verspannungen, die langfristig sogar zu Entzündungen führen können. Kleine Pausen, ein Sitzball und andere Tipps gegen Rückenschmerzen helfen dabei, den Alltag schmerzfrei zu gestalten.

 

  1. Äußerlich anwendbare Hilfsmittel und Medikamente

Viele junge Menschen, die unter ständigen Rückenschmerzen leiden, kommen dank einer Physiotherapie wieder gut in ihrem Leben zurecht. In der Bewegungstherapie werden vorhandene Muskeln gestärkt und der Körper lernt, diese Stützkraft zu nutzen. Andere chronische Schmerzen lassen sich mit Massagen oder heißen Bädern lindern. Wenn Muskeln oft verspannt sind, entstehen Schmerzen, die immer schneller und häufiger auftreten, sobald eine bestimmte Körperhaltung eingenommen wird. Durch gezieltes Ent- und Belasten der betroffenen Körperregion können Muskeln und Gelenke sich entspannen. Die Wirkstoffe von Salben oder Kräutern gelangen durch die Haut zu den schmerzenden Stellen und können ebenfalls zur Linderung beitragen. Es gibt eine Vielzahl schmerzlindernder Heilpflanzen, die eine positive Wirkung auf den Körper haben und bei leichten bis mäßig starken Schmerzen kann diese sanfte Methode durchaus gute Ergebnisse liefern.

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Die Wirkung verschiedener Heilkräuter ist inzwischen wissenschaftlich belegt.

 

  1. Die Behandlung der Psyche

Schmerzen begleiten die Menschen schon von Anbeginn und neben dem Versuch sie zu betäuben, gibt es auch schon lange andere Wege ihnen zu begegnen. Johann Wolfgang von Goethe sagte einmal:

„Unter Gesundheit verstehe ich nicht das Freisein von Beeinträchtigungen, sondern die Kraft, mit ihnen zu leben“.

Er wusste, dass nicht alle negativen Einflüsse auf das Leben einfach abgestellt werden können. Es gilt also einen individuellen Weg zu finden, mit den Schmerzen zu leben. Die Deutsche Schmerzgesellschaft beschäftigt sich eingehend mit diesem Thema und bietet verschiedene Therapieansätze zu Bekämpfung chronischer Schmerzen. Von Atemübungen über Yoga bis hin zu Stressbewältigung und psychologischer Schmerzbewältigung reicht ihr Angebot und vielen Patienten konnte so schon geholfen werden.

  1. Schmerzlösende Medikamente

Lässt sich keine gesicherte Diagnose stellen, fühlt sich der Patient oft nicht ernstgenommen und diese Ohnmacht kann die Schmerzen noch verschlimmern. Ein Weg, um wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen, ist die Behandlung mit Schmerzmedikamenten, die nicht nur einen, sondern mehrere Lösungsansätze verfolgen. Das Schmerzmittel Tramadol ist ein Präparat, das oft nach operativen Eingriffen empfohlen und auch für die begleitende Schmerztherapie genutzt wird. Der Patient soll erst ein Nachlassen der akuten Schmerzen erfahren, um neue Kräfte zu sammeln, mit denen der Schmerz später auch auf andere Weise bekämpft werden kann.

  1. Das soziale Umfeld sensibilisieren

Ein wichtiger Aspekt, der gern übersehen wird, ist das soziale Umfeld der Betroffenen. Wer unter chronischen Schmerzen leidet, ist auf Verständnis angewiesen und muss eine Akzeptanz spüren. Gleichzeitig darf er nicht übermäßig bemitleidet oder gar vollkommen entlastet werden, da sonst ein Gefühl der Machtlosigkeit aufkommt und der Betroffene sich nicht mehr gebraucht fühlt. Vor einer Operation steht immer ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem Arzt an und auch viele Schmerztherapeuten nutzen die Chance von ausführlichen Gesprächen. Der Partner wird einbezogen und die Patienten erfahren, wie sie ihr Umfeld informieren können, ohne Vorurteile entstehen zu lassen.

  1. Ergänzende Verfahren

Musiktherapie oder Imagination sind zwei ergänzende Verfahren zur Behandlung von chronischen Schmerzen. Sie finden zusätzlich zur Schmerztherapie mit Medikamenten oder Physiotherapie statt und sollen beim Entspannen helfen oder das Vorstellungsvermögen zur Schmerzlinderung nutzen. Mit der Lieblingsmusik wird der Fokus vom Schmerz weggelenkt und auch bei der Imagination spielt die Gedankenwelt eine große Rolle. Wer sich in allen Details vorstellt, wie er locker und gelöst durch einen grünen, duftenden Wald spaziert, lässt dem Gehirn weniger Kapazitäten, die sich vorwiegend auf den Schmerz konzentrieren. So wird der Schmerz zwar nicht verschwinden, aber er wird weniger wahrgenommen und der Körper kann sich ein wenig entspannen.

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Quellen:

pixabay.com © typographyimages (CC0 Public Domain)

pixabay.com © Hans(CC0 Public Domain)

pixabay.com © congerdesign (CC0 Public Domain)

 

 

Über Thomas Wesser

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